1. Tag: Montag, 9. Juli 2012
Gegen 10 Uhr treffen unsere Jungsegler am Seeplätzli in Ennetbürgen ein. Michael begrüsst sie alle und stellt das Leiterteam vor: Pia als Trainerin für die Anfängergruppe wird von Rahel unterstützt, Michael hält mit Unterstützung von Patrick die Fortgeschrittenen auf Trab, und Maggie sorgt an Land dafür, dass alles rund läuft. Dann werden die Gruppen eingeteilt, umgeteilt und nach einigem Hin und Her ist klar, wer in welcher Gruppe segelt. Danach werden endlich die Boote geholt. Es geht zu wie auf einer Ameisenstrasse…
Schliesslich helfen die Fortgeschrittenen den Anfängern beim Aufriggen, machen ihre eigenen Boote startklar und nützen den schönen Wind, um gleich ein paar erste Manöver zu segeln. Oder auch schon ein erstes Mal das Aufstellen des gekenterten Bootes zu üben.
Nach der Mittagspause erklärt Pia an Land, wie man die Pinne bewegen muss, damit das Schiffchen in Fahrt kommt. Danach geht's auch für die Anfänger ein erstes Mal aufs Wasser. Zwei Mutige fahren gleich im Opti hinaus, die andern fahren auf dem Schlauchboot mit. Draussen wird immer nach ein paar Manövern gewechselt, so dass bis um 16 Uhr alle ihre ersten Segelerfahrungen gemacht haben.
Zurück an Land heisst es erst mal Abriggen und das Schiffchen aufräumen. Dann sollte es doch endlich Zvieri geben, denn Segeln macht hungrig und durstig, und die feinen Kuchen, die Früchte und der Sirup stehen doch bereit! Aber wo sind denn die "Grossen"? - Weit draussen auf dem See! O, je! Michael hat vor lauter Wind die Zeit vergessen. So vertreiben wir uns die Zeit mit Baden und Spielen, bis dann endlich alle an Land und auch die Optis der Fortgeschrittenen, die OpenBic und der Laser aufgeräumt sind.
Endlich Zvieri! En Guete!



2. Tag: Dienstag, 10. Juli 2012
Der Tag begann wolkenverhangen und feucht, doch bis wir auf dem Seeplätzli eintreffen, scheint wieder die Sonne und eine leichte Brise weht. Also los, aufriggen und so bald als möglich aufs Wasser. Oder auch nicht. Zuerst werden noch ein paar segeltechnische Dinge erklärt und besprochen, aber dann geht's los.
Der Gruppe der Fortgeschrittenen stehen von heute an drei Laser zur Verfügung, da wir von unserem Partnerklub Stansstad noch einen ausleihen konnten. So sind sie nun mit drei Lasern, zwei OpenBic und drei Opti unterwegs. für Regatta-Übungen nicht ganz ideal. Die Laser, gesteuert von Fabian, Marc und Mathias, sausen los, die OpenBic sind ziemlich kippelig und kentern öfter und die Opti segeln hinterher. Das bedeutet, dass Patrick als Steuermann des 8-PS-Schlauchbootes ständig unterwegs ist. Die Szene erinnert irgendwie an eine Glucke mit ihren Küken…
Bei den Anfängern teilen sich jeweils zwei Segler einen Opti. Das erleichtert es Pia, ihre Bibeli beieinander und im Auge zu behalten und die Kinder können so immer wieder eine Pause auf dem Schlauchboot einlegen. Schnell sieht man die Fortschritte!
Hungrig kommen unsere jungen Segler mittags zurück. Der Wind hat ziemlich aufgefrischt. Wolken, dicke, grosse, schwarze Türme haben sich aufgebaut. Daher entscheidet Pia, dass die Anfänger ihre Opti abriggen und sauber aufräumen. Die Fortgeschrittenen nehmen die Zeichen nicht so ernst und gehen nochmals aufs Wasser. Maggie hingegen packt das ganze Zvieri-Material ins Auto und bringt es hinüber zur Schiffstation, in unser Klublokal. Dort hilft ihr Trix beim Vorbereiten, und mit den ersten Regentropfen treffen auch die Kinder ein. Draussen blinkt die Sturmwarnung, doch zum Glück sind inzwischen auch die Fortgeschrittenen wieder an Land. Im strömenenden Regen müssen sie ihre Boote aufräumen! Tropfnass treffen sie schliesslich bei der Schiffstation ein. Wir nützen die Zeit zum Üben der wichtigsten Seglerknoten: Palstek, Kreuz- und Achterknoten, Mastwurf und halbe Schläge. Dann verzieht sich das Gewitter, das 15-Uhr-Schiff legt an und wieder ab, und damit ist es mit der Ruhe vorbei. Baden ist angesagt und die Gangway der Kursschiffe dient als Sprungbrett. Erst das Zvieri beendet das Treiben.



3. Tag: Mittwoch, 11. Juli 2012
Die Regenwolken haben sich verzogen, die Sonne scheint wieder und Wind hats ebenfalls. Daher beschliesst Michael, mit seiner Mannschaft weiter hinauszufahren und so lange wie möglich draussen zu bleiben. Sogar das Mittagessen wird mit auf den See genommen. Die Anfängergruppe bleibt in der Nähe und kommt mittags wieder an Land. Für sie ist am Nachmittag etwas Ruhigeres angesagt: im Pfarreiheim hat Maggie die Tische mit Plastikfolie abgedeckt und für jedes Kind ein weisses T-Shirt vorbereitet. Das Thema des Nachmittags ist aber das Flaggen-Alphabet. Schliesslich begegnet man diesen Flaggen auch bei Regatten. Dort ist es wichtig, zu wissen was sie bedeuten. Aber wozu dann T-Shirts? Sie werden mit jenen Flaggen bemalt, die in den Namen der Kinder vorkommen. So kann am Ende des Lagers jedes Kind sein persönliches Souvenir mit nach Hause nehmen. Rahel, Trix, Pia und Maggie haben helfenderweise alle Hände voll zu tun und die Kinder malen mit Hingabe und Begeisterung. Die Resultate sind an diesem Nachmittag neun acht gelungene Flaggen-Shirts.
Die Fortgeschrittenen schaffen es mit leichter Verspätung gerade noch zum Zvieri. Das T-Shirt-Malen verschieben wir auf den Donnerstag.



4. Tag: Donnerstag, 12. Juli 2012
Schon wieder meinen es Petrus und Aiolos gut mit uns. Das Wetter ist freundlich, wenn auch ziemlich kühl und der Wind weht gleichmässig und nicht allzu stark. Also schnell die Schiffe aufriggen, ein kurzes Briefing und ab aufs Wasser!
Maggie (die diese Berichte schreibt) verschwindet schon sehr bald vom Seeplätzli, um erstens das T-Shirt-Malen der Fortgeschrittenen-Gruppe und zweitens den Lagerabend vorzubereiten. Kurz nach dem Mittagessen treffen die ersten drei im Pfarreiheim ein. Auch sie lernen das Flaggenalphabet kennen und malen mit Maggies Unterstützung ihren Namen auf ihr T-Shirt. Noch bevor sie ganz damit fertig sind, kommen auch die restlichen fünf. Nun wird nebeneinander gemalt und am Computer die Wettfahrtregeln gelernt. Nur zum Segeln reicht die Zeit dann schliesslich nicht mehr. Da bleibt keine andere Wahl, als zurück zum Seeplätzli zu gehen und dort die Schiffe noch zu versorgen.
Inzwischen werden im Pfarreiheim die Tische aufgestellt und gedeckt und der Grill vorbereitet - dank hilfreicher Eltern und Grosseltern geht das zügig vonstatten. Bald schon treffen die ersten Gäste ein, der Apéro wird serviert, das Beilagenbüffet arrangiert… Lagerabend!