Rückblick zum Sommerlager 2011

Montag, 11. Juli 2011

 

Eine angenehme Brise und strahlender Sonnenschein begrüßten uns zum Start in die Segelwoche. Am liebsten wären die acht Fortgeschrittenen sogleich in die Boote gestiegen und aufs Wasser gegangen. Doch zuerst gab's noch ein paar wichtige Dinge zu erledigen. Unter anderem die Sicherheitsregeln: Schwimmwestentragpflicht am und auf dem Wasser und auf dem See in der Nähe der Begleitboote bleiben...

 

Dann wurden endlich die Boote aufgeriggt! Die Fortgeschrittenen zeigten den Anfängern, wie's geht. Nun durften sie selber starten und den Trainern Andi und Patrick zeigen, was sie noch oder schon können. Die Anfänger machten unterdessen mit Michael und Rahel ein paar Trockenübungen mit dem Opti auf der Wiese.

 

Erst nach der Mittagspause, die ausgiebig zum Baden genutzt wurde, durften auch sie zum ersten Mal aufs Wasser. Der Wind wehte immer noch schön konstant, eher etwas stärker als am Morgen. Die Folge: schon nach kaum 100 Metern kenterte das erste Boot. Dem kleinen Segler verging die Lust für den Augenblick und er ließ sich vom Schlauchboot an Land bringen, während sein Partner den Opti wieder aufstellte, ausschöpfte und ans Ufer segelte. Ein paar andere Kinder machten noch "Bekanntschaft" mit dem Baum, doch alle hatten Spaß! Als alle wieder an Land und die Boote verstaut waren, fuhren alle mit den Schlauchbooten noch ein wenig zum Baden auf den See hinaus. Danach war auf dem Seeplätzli das Kuchen- und Sirupbüffet bereit...

 

 

Dienstag, 12. Juli 2011

 

Pünktlich um 10 Uhr waren sie wieder da, unsere jungen Segler! Heute ging das Aufriggen - und später das Einwassern - bereits viel zügiger vonstatten als gestern. Michael hatte fast ein bisschen Mühe, sie nach dem Aufriggen der Optis und des Lasers nochmals auf die Wiese zu holen, damit die Trainer ihren Gruppen noch ein paar Erklärungen zum kommenden Geschehen auf dem Wasser geben konnten.

 

Die Fortgeschrittenen bekamen von Andi das Startprozedere erklärt. Was ist erlaubt? Was verboten? Wo ist der beste Platz auf der Startlinie? Warum? Und was muss man tun, wenn man dummerweise ein bisschen zu früh über die Linie geht? Mehr oder weniger geduldig hörten die Kids zu und sausten mit Hallo zu ihren Schiffchen, als Andi ihnen die Erlaubnis dazu gab. Wie mancher Start durchgeführt wurde, vermag niemand mehr genau zu sagen. Es waren einige...

 

Die Anfänger lernten die Begriffe "anluven", "abfallen" und "wenden" kennen, und Michael erklärte ihnen, wie sie die Pinne bewegen und die Segel einstellen sollten, damit die Manöver gelingen. Dann durften auch sie aufs Wasser hinaus und auf einem Achter-Kurs um zwei Bojen segeln. Beim leichten Wind, der heute blies, ging das ganz schon ganz gut.

 

Der Wind... über Mittag legte er sich fast ganz und die Hitze wurde schier drückend. Was macht man da mit 16 Kindern? Kentern, natürlich! Und zwar absichtlich. Danach das Boot wieder aufstellen - und nochmals, nochmals, nochmals! Aber auch Dinge, die in einer Regatta nicht erlaubt sind: pumpen (das Schiffchen vorwärts treiben, indem man damit von einer Seite auf die andere schaukelt) und riggen (mit der Pinne, bzw. dem Ruder "wedeln" und das Boot so voranbringen).

 

Zum Abschluss gab's noch ein Wettrennen der besonderen Art, bei dem die Kinder ihren Opti an die Leine nahmen und ihn schwimmend zum Ufer zogen! Dort wurde abgeriggt, alles sauber und gewittersicher versorgt und noch ein bisschen weiter gebadet, bis Michael ins Horn blies und alle zusammenrief. Och, nein! Knotenkunde! Doch zum Glück nur kurz, denn das Kuchen- und Sirupbüffet war im Schatten unter den Bäumen schon bereit.

Mittwoch, 13. Juli 2011

 

 

Die heftigen Winde der Nacht hatten unserem Zelt nichts anhaben können, doch es regnete auch am Morgen, als unsere jungen Seglerinnen und Segler am Seeplätzli eintrafen, immer noch. Ein Ende war nicht abzusehen und der Wetterbericht prophezeite uns einen Regentag mit zum Teil heftigen Gewittern. So waren wir froh, dass wir ins Pfarreiheim ausweichen durften. Alles Notwendige wurde eingepackt und die Kolonne aus Kindern, Leiter/innen und einigen Müttern machte sich auf den Weg dorthin.

 

Dort wurden Knoten gelernt und Theorie gebüffelt. Michael hatte die DVD von Jugend+Sport dabei und schaute einige Ausschnitte davon mit den Kindern. Dann wurde über das Gesehene diskutiert. Während der Mittagspause spielten die Kinder "Werwölfe" oder verzogen sich während einer Regenpause auch auf die Terrasse an die frische Luft.

 

Nach der Pause erklärte ihnen Andi ein paar einfache, aber wichtige Dinge zur ersten Hilfe. Zu zweit wurde das Gelernte gleich geübt. Eines der beiden spielte den Bewusstlosen (ganz schön schwierig, wenn man kichern muss dabei...) und das andere brachte es in korrekte Seitenlage. Nochmals wurden ein paar Knoten gezeigt und ausprobiert und wieder folgte ein kleiner Theorieblock. Dann hatte Maggie ein Spiel vorbereitet, bei dem die beiden Gruppen Begriffe aus dem Segelsport, die ein Kind zeichnen, umschreiben oder darstellen musste, zu erraten hatten. Zum Schluss stand es 20:20 und mit einer Stichfrage wurde die Siegergruppe bestimmt.

 

Nach einer kleinen Verschnaufpause an der frischen Luft folgte noch ein letzter Mini-Theorieblock mit den wichtigsten Regeln zum Start. Damit das Ganze auch gleich praktisch angewandt werden konnte, hatten Trix und Maggie einen Regattakurs mit Tischen und Stühlen ausgesteckt. Fünf-Minuten-, Vier-Minuten-, Ein-Minuten- und Startsignal und los ging das Rennen unter, um und über Tische und Stühle. Wer kam zuerst über die Startlinie und schaffte die erste Kreuz trotz Flaute unter dem Tisch bis zur Luvtonne zuerst? Wer war am schnellsten bei der Raumtonne und auf dem Vorwind-Kurs im vollen Gleiter über den Tisch zuerst im Ziel? Wer das geschafft hatte, den erwartete das Zvieri-Büffet mit Sirup, Kuchen, Früchten und Popcorn...

Donnerstag, 14. Juli 2011

 

Temperatur: 13°, Nieselregen, Wind: Ost, 0.05 Bft, leicht auffrischend... Wir mussten unsere jungen Seglerinnen und Segler warm einpacken, heute Morgen! Zum Glück waren im "Fundus" des SKE noch ein paar Neopren-Anzüge oder -Shortys sowie Regenkleider zu finden. Trotzdem schlotterten einige schon sehr bald nach dem Auslaufen gegen halb 12 Uhr. Das Segeln war ein Geduldspiel. Stillsitzen war Sache, um ja die Gewichtstrimm des Schiffchens nicht zu stören. Darum gabs bereits nach einer knappen Stunde noch ein Homerace - mit Riggen! Schlotternd kamen die Kids an Land zum Mittagessen.

 

Danach mussten wir sie aufwärmen. Trix kochte uns warmen Tee und Marianne brachte uns zwei Bälle. Einen fanden wir im Postwagen. Damit wurde "Sitzball" gespielt. Aber mit besonderen Regeln! Wer getroffen wurde, musste eine von drei Übungen machen, je nach dem, von welchem Ball er getroffen worden war. Die Leiterinnen und Leiter waren beliebte Ziele und kamen entsprechend ins Schwitzen...

Als alle wieder warm hatten, hiess es trotz dem kühlen Wetter nochmals aufs Wasser hinaus zu gehen für eine Übung zu den Vortrittsregeln. Doch nicht alle hatten dem Mumm dazu, und so blieben drei Kinder an Land.

 

Etwas später als gewohnt war das Zvieri bereit. Danach wurde das Seeplätzli wieder aufgeräumt, gespielt und herumgetollt, bis Maggie schliesslich das Signal zum Aufbruch zum Pfarreiheim gab. Dort durften wir unseren Lagerabend feiern.

 

Trix und Barbara hatten bereits den ganzen Nachmittag gewirkt und den Raum eingerichtet, die Tische schön dekoriert und den Apero sowie das Salat- und Beilagenbüffet vorbereitet. Auf der Terrasse stand der Grill bereit, auf dem unser Präsident schon bald mit dem Grillieren der Würste begann. Mit Rat und Tat unterstützt wurde er von Peter Kresiment. In einer Ecke des Saals, für alle gut sichtbar, stand ein grosser Bildschirm, auf dem die schönen Fotos von Ruedi Meyer gezeigt wurden, die er in den vergangenen vier Tagen gemacht hatte. Es wurde ein gemüglicher, lustiger Abend, mit einem reichhaltigen Dessertbüffet zum Abschluss.

 

Der Wetterbericht für morgen sagt uns zum Glück wieder etwas wärmeres und sonnigeres Wetter voraus...

Freitag, 15. Juli 2011

 

 

Der Wetterbericht gestern lag falsch... Das Wetter heute Morgen war nicht besser, sondern gut! Einen Sommermorgen wie aus dem Bilderbuch bescherte uns Petrus heute: ein paar an den Himmel gemalte Wölklein, eine feine Brise und dazu strahlender Sonnenschein!

 

Nachdem alle Boote aufgeriggt waren, gab Michael das Vormittagsprogramm bekannt. Zuerst wurde ein Viereck-Kurs ausgesteckt, den es zu umsegeln galt. Auf Pfiff eines Trainers musste nach der nächsten Boje aber die Abkürzung über die Diagonale gesegelt werden. Das hatte natürlich zur Folge, dass sich in der Mitte des Vierecks alle Boote trafen. Wer musste nun wem den Vortritt gewähren? Es war ja vorbesprochen:

 

Backbordbug vor Steuerbordbug und Luv vor Lee; so einfach ist das... theoretisch! Zwischendurch kam Hektik auf, doch es ging zum Glück (fast) ohne Kollisionen. Nur Leandro hatte Pech und nahm ein unfreiwilliges kühles Bad... Er durfte sich auf dem Schlauchboot aufwärmen und verfolgte auch die folgende Abschlussregatta von dort aus. Hinter dem Laser lief "Kopernikus" als Sieger-Opti über die Ziellinie und durfte damit als Erster in die Mittagspause.

 

Nach dem Mittagessen wurde für diejenigen, die das wollten, noch ein zweiter Lauf gesegelt. Die anderen machten sich bereits daran, ihre Optis sauber zu putzen und das Rigg ordentlich zu versorgen. Dann zogen sie die Schiffchen schon mal auf die Wiese hinauf, so dass die Regatteure danach auch genügend Platz hatten, um ihre Optis "ferientauglich" zu machen. Schön war es, einmal mehr zu sehen, wie die Kinder einander halfen und sich gegenseitig unterstützten! Dass zwischendurch mal der ausgemusterte "Yellow Star" als U-Boot oder Badeinsel zum Einsatz kommen durfte, machte einigen grossen Spass. Nur das Auswassern des voll gelaufenen Dinghis bereitete dann einige Mühe... Als dann auch der letzte Opti bereit war, wurden die Schiffchen wieder hinauf zum Bootslagerplatz gebracht und versorgt. Dann gab's zum letzten Mal Zvieri...

Wir haben eine tolle Opti-Woche erlebt und danken allen Teilnehmern, den Eltern, den Trainern und natürlich den Helfern an Land!